An vielen Fassaden des Hügels von Montmartre haben sich Street Artists verwirklicht, und ziemlich zuverlässig trifft man dort auch das Bestiarium von „Codex Urbanus“. Die Fabelwesen sind entfernte Verwandte von Luigi Seraphinis „Codex Seraphinianus“, manche erinnern an Hieronymus Bosch; mir gefallen solche Seltsamkeiten.


Irgendwann hab ich den Künstler dann kontaktiert und ihm einige Arbeiten auf Papier abgekauft. Nun haben seine Fabelwesen das gut versteckte Mineralogische Museum infiltriert, ein Ort, den man auch als Pariskenner leicht übersieht: Prachtvolle Steine in allen Farben und Formen in den historischen Vitrinen eines Museums, das sich seit seiner Gründung kaum verändert hat.


Jetzt tummelt sich in der bunten Wunderkammer allerlei Getier, und anscheinend so erfolgreich, dass die Ausstellung bis Ende September verlängert wurde – Glück gehabt, eigentlich hätte sie am Tag vor meiner Ankunft schließen sollen, ich war schon vorsorglich enttäuscht gewesen. Einen Besuch empfehle ich ausdrücklich!




Codex Seraphinianus: https://grapheine.com/magazine/codex-seraphinianus/
Codex Urbanus, Kunstwerke: https://www.frenchartcollection.com/fr/21_CODEX+URBANUS
Codex Urbanus auf Facebook: https://www.facebook.com/codexstreetart/
Codex on the Rocks (Museum): https://www.musee.minesparis.psl.eu/Evenements/ExpoTemp/ExpoTemp2026/Codex/